Unser Kalender ist kein Ratgeber aus dem Buch. Er kommt aus 65 Jahren Aufzeichnungen und drei Generationen, die ihn jedes Jahr ein bisschen geändert haben. Was im April 1962 richtig war, ist es heute fast immer auch noch, bis aufs Wetter.
Im April glaubt der Garten dreimal an den Sommer und dreimal an den Winter. Dazwischen liegt die meiste Arbeit. Was Sie jetzt nicht tun, holen Sie im Juni mit der doppelten Zeit ein.
Boden: weich, noch kühl, voller Würmer. Pflanzen: Tulpen, Narzissen, Forsythien verblühen, Zierkirsche treibt, erste Pfingstrosenknospen. Tiere: Schwalben kommen zurück, Igel wachen auf, im Boden arbeiten die Maulwürfe wie wild. Wir: alle Hände voll.
| Durchschnittstemperatur | 9,4 °C |
| Sonnenstunden / Tag | 5,8 |
| Regentage | 12 |
| Letzter Frost (Median) | 15. April |
| Erste Rosenblüte | 28. Mai (Median) |
| Sonnenaufgang heute | 06:07 |
| Sonnenuntergang heute | 19:54 |
Funkien, Astern, Phlox. Alles, was drei Jahre alt ist, darf geteilt werden. Mit einem scharfen Spaten, nicht mit dem Herz.
Der Boden ist jetzt warm genug für Mikroben, aber zu weich für schwere Geräte. Ein Rechen und eine halbe Stunde reichen.
Apfel, Birne, Zwetschge auf Blattläuse prüfen. Mit Lavendelölspray, nicht mit Gift. Blätter von unten anschauen.
In Töpfen, hell, nicht zu warm. Ab 15. Mai ins Beet. Wer jetzt anfängt, hat im Juli das Doppelte an Blüten.
Direkt ins Beet, drei Reihen, zwei Wochen Abstand. Die zweite Saat ist für September-Ernte.
Eine Woche lang tagsüber raus, nachts rein. Die Pflanzen, die Sie jetzt abhärten, hängen im August voller Früchte.
Blühzeiten in Klosterneuburg, aus unseren eigenen Aufzeichnungen 1992 –2025. Der rote Strich ist heute.
„Ein guter Garten braucht drei Dinge: das richtige Wetter, den richtigen Boden, und jemanden, der zur richtigen Zeit hinschaut.“ Friedrich Hartmann, Werkstattgespräch, 2019